Bretagne

Die Ferien haben angefangen - höchst verdient, versteht sich, nach zwei aneinandergeklebten Semestern Die Klausur am Mittwoch Nachmittag - ein Aufsatz über Polen im 18. Jh.- war auch meine letzte Veranstaltung gewesen. Und mittlerweile hab ich meine erste höchst abwechslungsreiche Ferienwoche hinter mir! Von Donnerstag bis Montag war Lukas da, nach der Regenerierungsphase sind wir Sa und So an den Atlantik zelten gefahren. Man muss ja dazusagen, dass es hier die ganze Zeit deutlich kälter und ungemütlicher als in Deutschland war - eher so 15 Grad und diesig etc. Das war am Wochenende natürlich nicht anders gewesen, aber so n Atlantik (direkt an der Grenze F-Esp) ist natürlich immer schön, wenn ich auch aufs Baden verzichten musste Was ich interessant fand: sowohl auf französischer als auch auf spansicher Seite waren die Straßenschilder etc. zweisprachig - allerdings in Frankreich oben französisch, dann baskisch und in Spanien erst baskisch, dann spanisch. Da merkt man doch deutlich, welchen Status dieses Volk in den beiden Ländern hat - bzw. nicht hat!

Nach kurzer Verschnaufpause gings dann am Mittwoch mit Christine in die Bretagne, bis gestern Abend. Wir sind mit dem Zug nach Quimper gefahren, das ist schon relativ weit westlich, aber im Landesinneren - eine nette kleine Stadt, alt mit schön restaurierten Häusern, gemütlichen Gassen und mindestens einer Crêperie an jeder Ecke! Ganz typisch bretonisch gabs dann Abends auch einen bretonischen Crêpe mit Ziegenkäse und Apfel, begleitet natürlich von Cidre! Am Donnerstag gings nach Concarneau, ein kleines Städtchen am Meer, bekannt für seine befestigte Altstadt aus der Zeit, in der die Bretagne noch de facto ein unabhängiges Herzogtum war, also bis ins 16. Jh., die auf einer Halbinsel ins Meer hineinragt. Sehr schick, sehr touristisch, aber im April geht das ja zum Glück noch! Mittlerweile war auch hier der Frühling angekommen, immerhin Sonne und n weng über 20 Grad. und so konnten wir uns Nachmittags n weng am Atlantik sonnen, fürs erste nur mit den Füßen im Wasser Freitag Nachmittag gings dann weiter anch Quibéron, das ist eine sehr schmale Halbinsel, die am Süden der Bretagne dranhängt. Wunderschön, haben uns ein paar Menhire angeschaut und sind dann noch Baden gegangen - also zumindest ich auch wirklich, das Wasser war (für Atlantik, für Bretagne!) richtiggehend warm, und die Luft sowieso Abends dann netter Sonnenuntergang an der anderen Seite der Halbinsel, der Côte Sauvage, die ihren Namen durchaus verdient hat und nette bretonische Klippen hat Die letzte Station war dann gestern Nantes, wir sind mittags um kurz vor zwei angekommen und mussten um halb sechs schon weiter, weil der letzte Zug aus mysteriösen Gründen verschollen war (die Bahn konnte uns nicht wirklich weiterhelfen...). Nantes ist eine sehr schöne und interessante Stadt, zu nennen ist hier v.a. das Schloss, auch größtenteils aus dem 15. Jh. Nantes war die Hauptstadt der Bretagne, und die Herzöge haben sich da schon einen sehr großen und sehr schicken Klotz hingestellt, der wunderbarerweise auch zugänglich ist (also Hof und Mauern), ohne Eintritt zahlen zu müssen. Die Innenstadt ist auch sehr schön, wir mussten halt leider tendenziell eher durch rennen... War auf jeden Fall ein toller Urlaub gewesen!

Mir bleiben noch wenige Stunden, um einen Fernseher zu suchen. Die 1er tour läuft seit acht Uhr heute Morgen, um 20 Uhr schließen die Wahllokale, und dann möchte ich informiert werden! Berichte über die Wahlparty werden geliefert

22.4.07 12:00
 


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