Lascaux

Eigentlich ist ja gerade Wochenende, das hält französische Unis natürlich nicht davon ab, Klausuren schreiben zu lassen. Und so bin ich gestern morgen in die Uni, um um neun ein Examen in Alter Geschichte zu schreiben, Thema: die Seleukiden, also Hellenismus. Art des Examens, sehr beliebt hier in Frankreich (die Gründe dafür dürften schnell klar werden): Es wird ein Thema, entweder für einen Commentaire (Aufsatz zu einer Quelle) oder eine Dissertation (Aufsatz im Allgemeinen halt), dazu müssen dann Einleitung, Schluss und ein Plan détaillé erstellt werden, also eine Gliederung (was denn sonst) mit drei Ebenen. Wir bekamen dann ein Dissert-Thema, "der Umgang der Seleukiden mit unterworfenen Städten". War ganz nett gewesen, jetzt hab ich auch meine Erfahrung mit diese wunderbaren Art von Leistungserhebung gesammelt.

Da man sich ja auch außerhalb der Uni bilden will, gings im Anschluss mit Feli, Janina und Philip gen Ost-Nord-Ost, in Richtung der berühmten Höhle Lascaux, bekannt für ihre beeindruckende Höhlenmalerei. Lascaux liegt im Périgord, zusammen mit ca. 300 anderen, meist auch sehr nett bemalten Höhlen. Streckenlänge: 170 km, Zeitangabe des Routenführers (ohne Autobahn): zweieinhalb Stunden. Wir haben vier gebraucht und eigentlich gar nix falsch gemacht, nicht verfahren oder so... Naja, dadurch wurde es dann leider leicht spät und wir waren erst um kurz vor vier in Montignac, dem Städtchen neben der Höhle. Sehr schade, denn die Gegend dort ist wirklich wunderschön! Ganz anders als um Bordeaux, erinnert ein bisschen an die fränkische Schweiz - hätte man prima n bissl wandern können! Wir mussten dann halt schnell zur Höhle, da die letzte Führung schon um dreiviertel fünf war... Zu besichtigen gibt es (für 8,20 €...) nicht die Origninalhöhle, sondern eine detailgetreue Nachbildung (also Farben und vermutete Techniken der Cro-Magnon-Menschen), damit die echte Höhle gut konserviert und erforschbar bleibt. War schon viel Geld, aber es hat sich meiner Meinung nach absolut gelohnt. Die Führung war sehr interessant und die Malereien an sich natürlich total beeindruckend. Naja, nach einer Stunde in der Höhle mussten wir diesen traumhaft schönen Tag (Sonnenschein! Frühling!) nach einem kurzen Spaziergang durch Montignac (das wegen Hochwasser halb unter Wasser stand, weiß gar net wo das ganze Wasser grad herkommt...) wieder durch (diesmal nur drei Stunden) Autofahren beenden. Schade! Ich finde, es hat sich trotzdem gelohnt, aber anders wär besser gewesen - so um sieben losfahren oder ein Zelt mitnehmen oder so. Die Zugverbindungen dahin sind eher mäßig, aber ich hoffe ich finde noch eine Möglichkeit, da irgendwann nochmal hinzukommen!

4.3.07 11:53
 


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