Island!!! :)

Da bin ich wieder, zurück im sonnigen Süden, nach ner guten Woche Island. Schön wars! Hier eine hoffentlich nicht zu lange Zusammenfassung:

Erstes Highlight war natürlich die Anreise am Donnerstag. Los gings mit dem 8 Uhr-Zug nach Bergerac, wo ich dann von viertel zehn bis fünf vor fünf Zeit hatte, zum Flughafen zu kommen. Das sind ca 5 oder 6 Kilometer, nach 1 1/4 Stunden war ich dort und durfte warten. Was ja schon bei normalen Flughäfen nicht sonderlich viel Spannung verspricht, wird in Bergerac noch um Welten übertroffen - der Flughafen ist mit das genialste, was ich jemals sehen durfte. Irgendwo im Nirgendwo steht n kleines Gebäude rum (die Abflugshalle), keine Menschen in der Nähe. Daneben ein Bistro und die "Ankunftshalle". Naja, auf jeden Fall saß ich dann da mutterseelenallein und wunderbarerweise mit einem netten Buch. Was ich an diesem Nachmittag gelernt habe: auch Joghurts können Mordwaffen sein. Was dazu führte, dass ich vor dem Einchecken binnen weniger Minuten nicht nur einen Liter Bitter Lemon und einen halben Liter Wasser getrunken, sondern auch noch drei Joghurts gegessen habe, eigentlich meine Essensration für den Rest des Tages (mal abgesehen von einem Apfel - kein Mordwerkzeug?!) - mich wundert, dass mir nicht total schlecht wurde... Nach Umstieg in London und Weiterflug nach Keflavik und Bustransfer war ich dann um halb eins oder so (Ortszeit) endlich bei Rike in ihrem sympathischen 9 m²-Zimmer mit einer kleinen Matratze für mich zwischen Klo und Zimmertüre

Von Fr bis So waren wir dann im hohen Norden, mit noch 13 anderen Menschen, in der Nähe (etwas westlich) von Akureyri. Der Freitag Nachmittag / Abend ist erstmal komplett für die Hinreise draufgegangen (schon faszinierend, wie wenig weit ma in knapp fünf Stunden kommen kann!), bis wir unser nettes Ferienhaus bei einer Farm mitten im Nirgendwo beziehen konnten. Gelegenheit also für mich, einigermaßen beruhigt festzustellen, dass ich trotz Frankophonie mein Englisch noch nicht vergessen habe, auch wenn es natürlich gerne mal von französischen Wörtern durchsetzt ist Wundersamerweise waren auch gleich n paar Franzosen und sogar Québecois mit von der Partie Am Sa sind wir dann durch den Norden gefahren - das Wetter war doch ziemlich unwirtlich, sodass wir den Tag v a im Auto verbracht haben. Gehalten wurde u a bei Glaumbaer, einen Museumsdorf - die Häuser waren natürlich zu, aber so nette Torfhäuser sind ja auch von außen schön Nach einer abenteuerlichen Überquerung des höher gelegenen Landes vor Akureyri (Schnee, Nebel, nicht mehr als 20 kmh) waren wir kurz in der zweitgrößten Stadt des Landes (15000 Einwohner) und dann nachmittags noch am Godafoss, dem Highlight des Tages: Wunderschöner, imposanter Wasserfall, angeeist und von Eis und Schnee umgeben Am So haben dann alle erstma geschlafen, außer mir, ich musste ja die paar Tage Island ausnutzen, also n weng Wandern um unseren Bauernhof herum. Mal abgesehen von einem alten Kuhkadaver (naja, das Zeugs verwest da im Winter natürlich nicht!) sehr prima! Der Mittag und Nachmittag ging für die Heimfahrt drauf - und Rike war krank geworden.

Am Montag habe ich mir dann bei strahlendem Sonnenschein Reykjavik angeschaut - allein, da es Rike weiterhin so richtig schön schlecht ging... Die Stadt würde ich jetzt nicht als klassisch "schön" bezeichnen, dafür ist sie zu jung und uneinheitlich, aber auf jeden Fall als sehr interessant! Die größte Stadt der Insel hat 116 000 Einwohner und ist demensprechend wunderbar zu Fuß abzulaufen. Zu sehen gibt es beispielsweise den Sitz des Präsidenten (erinnert ein bisschen an ein Gartenhaus), das Parlamentsgebäude (knuddelig!) und die Kathedrale, die eher die Größe einer Minikapelle hat. Dann wäre da noch der Stadtsee mit Monsterenten, umgeben von sehr schön anzusehenden Häuserzeilen. Der Baustil der Stadt ist sehr stark von Wellblech geprägt, was die Häuser meist sehr farbenfroh macht. Alle Statuen in der Stadt (mal abgesehen von dem Leif Eriksson vor der Hallgrimskirkja, der neueren - und größeren - Kirche, deren Gestaltung an Basaltsäulen erinnern soll) sind vom gleichen Bildhauer gestaltet und relativ jung und dementsprechend schwer auseinanderzuhalten Besonders schön - und windig - war natürlich dann der Spaziergang am Meer entlang, eine schöne Uferpromenade mit Blick auf die hohen Gebirgszüge jenseits der Bucht. Die wohlverdiente Entspannung gabs dann im Geothermalbad - die isländischen Freibäder liebe ich natürlich ganz besonders, es ist ja durchaus was Schönes, bei 4°C im Wasser zu liegen Ich hab mich sogar mal in die Hot Pots getraut, aber bei 42°C aufgegeben, war doch zu grauslich!

Ich mach jetzt doch ma Pause, wird zu viel... Fortsetzung irgendwann nachher!

25.2.07 18:15
 


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